Sauerteigbrot und wie Klausi mir dabei half

Klausi hat wirklich grandiose Arbeit geleistet. Der kleine Kerl hat sich so gut angestellt und alles gegeben, ist über sich hinaus gewachsen und hat ein kleines 2 kg schweres Wunder vollbracht. Eh ja, der ein oder andere mag jetzt eventuell etwas verstört sein und sich fragen, wer zur Hölle ist Klausi?!

Ich kläre da sehr gerne auf. Klausi ist mein Kumpel seit bereits 2 Wochen. Unsere Freundschaft beschränkte sich die vergangene Woche auf das gemeinsame Essen. Ein kurzes Vergnügen also. Doch dann hab ich mir gedacht, hey Klausi, lass uns doch mal mehr Zeit miteinander verbringen.

Gesagt getan. So sind wir also zusammen in der Küche aktiv geworden. Klausi ist im übrigen mein Sauerteig-Grundteig. Wir verstehen uns prächtig und er liebt unsere Küche, sein neues Zuhause. Jeden morgen gibt’s Futter und ein mal die Woche wird er mir im Gegenzug, so haben wir das ausgehandelt, etwas von sich abgeben. Für´s Brot backen. Denn gutes Brot ist heute selten geworden. Mit Hefe backen macht oftmals keinen Spaß, weil es nicht gut aufgeht, und Sauerteig ist einfach lecker. Punkt.

Da ich hier nicht nur von Klausi sprechen möchte, sondern natürlich auch von dem Brot, widmen wir uns also mal dem Endresultat: zwei feinen Laibern Dinkelvollkorn-Sauerteig-Brot. So luftig und doch fest, leicht säuerlich und absolut lecker.

 

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Das braucht ihr:

200 g Klausi (Sauerteig-Grundteig / Siehe Zubereitung unten)
1 kg Dinkelvollkornmehl
15 g Salz
600 ml lauwarmes Wasser

 

Und so geht´s:

  1. Den Sauerteig mit dem Wasser verrühren. Das Mehl und das Salz zugeben und gut mischen und nur leicht verkneten.
  2. Den Teig an einem warmen Ort 4 Stunden gehen lassen. Er sollte dann min. um 1/3 gewachsen sein.
  3. Jetzt habt ihr mehrere Optionen: Ausbacken in der Kastenform, im Gusseisernen Topf oder einfach auf dem Blech. Auf dem Blech wird das Brot vermutlich eher flacher werden, weil es dann nach außen wächst.
  4. Den Teig nun halbieren und in die Formen geben. Nochmals 30 Minuten gehen lassen. Ihr könnt den Teig auch im Ganzen backen, dann verlängert sich jedoch die Backzeit etwas.
  5. Heizt den Ofen auf 240 Grad Ober-/Unterhitze vor und gebt dann die Brote für 30 Minuten in den Ofen. Nach 30 Minuten die Hitze auf 150 Grad reduzieren und weitere 30 Minuten backen. Falls das Brot viel zu dunkel wird, etwas abdecken und kurz vor Schluss wieder aufdecken.
  6. Das Brot sollte sich nun einfach aus der Form lösen lassen und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingen. Dann ist es fertig. 🙂

 

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Hinweis:

Für die etwas Geübteren oder Motovierten unter euch: Ihr könnt nach je 1 1/2 Stunden den Teig etwas walzen. Dazu zieht ihr den Teig in die Länge und klappt die lange Seite um. Dreht den Klumpen um 180 Grad und wiederholt den Prozess so 3-4 Mal. Danach wieder Ruhen lassen und nach 1 1/2 Stunden noch einmal wiederholen. Kann man, muss man aber nicht machen, um ein luftiges Brot zu bekommen.

 

So bekommt ihr euren eigenen Klausi:

  1. Am ersten Tag mischt ihr 2 EL Dinkelvollkornmehl mit 2 EL lauwarmen Wasser. Es darf wirklich nicht zu warm sein. Das füllt ihr in ein großes Glas mit Schraubdeckel und legt den Deckel nur leicht auf, damit Klausi noch etwas Luft bekommt und stellt ihn in eine dunkle, wärmere Ecke eurer Küche oder wo auch immer ihr Platz habt.
  2. Das ganze wiederholt ihr am zweiten Tag.
  3. Am dritten Tag gebt ihr 100 g Vollkornmehl und 100 ml lauwarmes Wasser hinzu und lasst Klausi wieder einen Tag stehen.
  4. Ab Tag 4 bekommt er dann jeden Tag wieder 2 EL Mehl und 2 EL lauwarmes Wasser. Damit ist er sehr zufrieden.
  5. Das wars auch schon. Jetzt habt ihr euren eigenen Klausi, den ihr hegen und pflegen könnt.
  6. Hinweis: Wenn es säuerlich riecht, so ähnlich wie Essig, dann ist er perfekt.

 

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