Wenn das Leben dich immer wieder vor ein und die selbe Aufgabe stellt…

Du kennst es bestimmt auch, diese eine Aufgabe, die eine Herausforderung, diese eine Sache, die sich dir immer wieder in den Weg stellt. Dieser Berg, der immer wieder bezwungen werden will und jedesmal, wenn du dann versuchst ihn zu umrunden oder ihn zu ignorieren, beginnst du wieder von vorne. Der Weg außen herum führt nicht zum Ziel. Denn der Weg im Tal löst die Aufgabe nicht, er vermeidet sie. Und solange wir die Aufgaben, die ein jeder von uns im Leben zu lösen hat, nicht meistern, so kommen sie doch immer wieder. Früher oder später ist der Berg wieder vor dir. Vermeidungsstrategien funktionieren nämlich nur bedingt. Du wirst diese Aufgabe so lange wiederholen müssen, bis du sie endlich richtig löst!

Vielleicht lässt sich das auch an einem ganz einfachen Beispiel aus der Schule erklären. Ich nehme an, du musstest auch schon einmal ein Referat halten, und mal ehrlich, wer will das schon? Und bestimmt bist du auch gerne die Vermeidungsstrategie gefahren und warst an dem Tag krank, hast dich nicht freiwillig gemeldet oder hast einfach mal deine Unterlagen vergessen. Jede Woche hast du wieder gebangt und die Gunst der Stunde genutzt, um nicht dran zu kommen. Doch schlussendlich, zumindest spätestens wenn alle anderen vorgetragen haben, musstest du ran. Die Aufgabe wollte dann doch gelöst werden.

Zugegeben, es ist ein etwas plattes Beispiel, zeigt aber auch deutlich, dass wenn wir uns nicht direkt unseren zugespielten Herausforderungen stellen, wir sie immer und immer wieder vor die Nase gesetzt bekommen. Und das so lange, bis wir sie wirklich lösen MÜSSEN (wie in der Schule) oder wir uns bewusst entscheiden es jetzt endlich zu tun.

Ich habe diesen wiederkehrenden Berg erlebt. Und ich spreche jetzt nicht von dem in der Schule, das war wohl eher ein Hügel, den ich aber auch immer wieder lieber umrundet, als gemeistert hätte, nein, ich spreche von einem riesigen Berg, der sich in meinem Leben immer wieder aufgetan hat. Die Frage „Was will ich mit meinem Leben anstellen?“, „Wo ist mein Platz?“, „Was ist meine Bestimmung/meine Berufung?“ „Wer bin ich?“ und so weiter. Ich glaube viele von euch kennen das. Und anstatt, dass ich mich ganz intensiv mit mir und meinen Wünschen auseinander gesetzt hätte, bin ich einzelnen Gedanken nachgejagt, um mich dieser Frage nicht tiefergehend zu stellen. Meine wiederkehrende Aufgabe war, mich endlich mit meiner Persönlichkeit auseinander zu setzten. Endlich herauszufinden, was ich wirklich will und wer ich bin.

Ich bin eine Scanner-Persönlichkeit mit so vielen Wünschen und Träumen, dass ich nicht nur in einem Beruf und einem Hobby Zufriedenheit finden kann (Es gibt noch einige weitere Scanner Typen, die auch mit einem Beruf glücklich sind. Vielleicht schreibe ich dazu mal was?). Bis ich jedoch genau das erkannt habe, hat es so einige Konfrontationen mit dem Berg und tausende Umrundungen gegeben. So viele Tränen, Enttäuschung und Verzweiflung. Träume und Wunschvorstellungen wurden aufgegeben. Immer wieder Selbstzweifel. Doch ohne diese Umrundinhen wäre ich nicht der Mensch, der ich nun bin. Ich war überhaupt nicht stark genug, den Aufstieg zu wagen. Ich war noch nicht bereit.

Jetzt das Positive: Wenn du einmal auf dem Berg angekommen bist, wird die Aussicht deinen Atem stocken lassen. Du wirst einen tiefen Atemzug nehmen und auf den Weg zurück blicken. Den Weg den du geschafft hast. Dein Weg. Deine Aufgabe. Und du wirst zufrieden den Abstieg wagen, um voller Selbstvertrauen deine Reise fortzusetzen. Weil du weißt, was du geschafft hast!

Und ja es werden wieder Berge kommen. Vielleicht noch viel größere als der Letzte. Aber geh diesmal nicht direkt drum herum, sondern schnapp dir deine Wanderschuhe, zieh die Mundwinkel hoch, lächle und mach dich bereit für den Aufstieg. Kämpfe nicht dagegen an, oder versuch den vermeintlich leichteren Weg. Das Leben schickt dich sowieso wieder an den Anfang. Setze dich mit deinen Lektionen und deinem Leben auseinander. Handle selbstbestimmt und mit Zuversicht. Denn diesmal weißt du, wie wunderbar sich das Ziel anfühlt. Du kannst es schaffen, wenn du es nur versuchst. Diesmal gibst du direkt dein Bestes, um nicht wieder von vorne beginnen zu müssen. Und selbst wenn du es nicht direkt schaffst, du wirst daran wachsen! Doch ich glaube an dich: Du schaffst das, du bist stark und du bist bereit. Das Leben ist immer für dich und nicht gegen dich!

Namasté

Laura ❤

 

 

 

 

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