Von Sportsucht und Selbstliebe

Vor kurzem befand ich mich in einer 2 wöchigen Sportpause…ich, die eigentlich fast jeden Tag irgendeine sportliche Aktivität ausübt. Und sei es nur etwas Pilates oder Yoga. Aus diesem etwas Pilates oder Yoga wird dann nur leider oft etwas mehr und schwupps hatte ich nicht allzu selten am nächsten Tag Muskelkater. Das zeigte mir dann deutlich, dass mein so schön betitelter Restday keiner war. Und das mein Körper sich nicht erholen konnte, sondern einer anderen Belastung ausgesetzt wurde.

Ich weiß nicht wie es zu diesem Punkt kam. „Sportsucht“. Ich habe sie nicht kommen sehen. Ich habe sie nicht bemerkt. Und irgendwie finde ich das Wort immer noch zu hart. Aber wie soll man die ständig kreisenden Gedanken um den Sport und wann man denn Zeit findet fürs Training, und sei es um 5 Uhr morgens oder um 11 Uhr abends (ja alles schon passiert) denn nennen? Diese Schuldgefühle sobald man ein Training verpasst, aus welchen Gründen auch immer.
Ja, ich hatte einen wunderbar sichtbaren Six-Pack und einen KFA von 17-18% aber schwach war ich auch. Die Leistungsfähigkeit nahm ab. Ich hatte auch nie vor auf die Bühne oder in den Leistungssport zu gehen. Warum also diese exzessive Disziplin? Ein Hobby soll doch Spaß machen. Oder nicht?
Ich glaube heute, dass ich einfach Anerkennung wollte. Beifall für die sichtbaren Bauchmuskeln. Traurig, dass ich mich darüber definiert habe. Definieren musste, weil ich meinen Körper nicht akzeptiert habe. Ich habe immer noch diese Gedanken. Hasse es wenn mein Bauch aufgebläht ist und ich mich „dick“ fühle. Das ist albern, ich weiß.

Diese 2 Wochen Pause gab es bei mir daher noch nie. Seit über 2 Jahren nicht. Klar, ich hab ein bisschen Yoga gemacht aber Krafttraining war verboten. 2 Wochen in denen ich ein auf und ab erlebte zwischen „du brauchst diese Auszeit“ und „du bist dick und deine Muskeln verschwinden“. Ihr könnt euch vorstellen wie unangenehm und belastend das ist.

Umso glücklicher bin ich aus dieser Pause mit einem positiven Gefühl raus gegangen zu sein. Ich fühle mich nicht mehr schlecht. Abstellen kann ich die Gedanken trotzdem nicht. Vielleicht bleiben sie für immer. Wer weiß.

Und ich weiß, dass ich schön bin. So wie ich jetzt gerade bin. Wir sind alle schön, so wie wir sind. Genau so wie wir jetzt gerade sind. Und das auch in Zukunft. Mit und ohne Muskeln. Mit hohem oder niedrigen KFA. Mit Größe 34 oder 40. Ganz egal.
Daher bin ich so unglaublich glücklich bei dem Projekt der lieben Bianca von Herzfood mitwirken zu können. Morgen am Samstag, den 7 Juli geht’s los „Vertrau deinem Herz und nicht der Waage“. Ich freue mich so sehr!
Ich möchte euch und mir selbst zeigen, dass wir alle schön sind. Und das wir uns alle lieben dürfen. Tut eurem Körper Gutes und quält euch nicht. Ob mit agressiven Diäten oder exzessiven Sport. Ihr müsst das nicht tun. Seid euch dessen bewusst.  Denn ihr seid wundervoll. Von Innen und von Außen.

Eure Laura

 

2 Gedanken zu “Von Sportsucht und Selbstliebe

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