Das „Noo-Po“ aká Roggenmehl-Experiment & mein Weg zur Naturkosmetik

Ihr Lieben, hier ist er, der versprochene Beitrag zu meinen Erfahrungen mit No-Poo und allem was ich an Naturkosmetik bisher so ausprobiert habe.

Es hat eigentlich damit begonnen, dass ich mich mit Nachhaltigkeit und der ungemeinen Verschwendung auf der Welt auseinander gesetzt habe. Ich glaube, dass wir alle unseren Beitrag leisten können, und es auch durchaus tun, um diese Welt wieder ein Stückchen besser zu machen. Jeder auf seine eigene Weise und jeder in seinem eigenen Tempo. Sei es beim Einkauf vermehrt auf regionale Produkte, auf Bio-Label, auf natürliche Lebensmittel zu achten, oder gar verpackungsfrei einzukaufen. Es gibt einfach so viele Möglichkeiten, wie ein jeder von uns etwas tun kann.

Ich habe mich vor über einem Jahr dazu entschlossen vegetarisch zu leben, weil ich Tierquälerei nicht unterstützen möchte und weil ich auch sehr gut ohne Fleisch auskomme. Mein Körper hat es noch nie gebraucht und wird es auch nie! Aber das ist eben eine Entscheidung, die ich sehr persönlich getroffen habe.

Nun vor kurzen hat mir das alleine nicht mehr gereicht. Ich wollte mehr tun. Ich dachte mir einfach, ich kann mehr tun. Und so habe ich sehr auf Blogs über Naturkosmetik und No-Poo gelesen. Ohne Shampoo auskommen, geht sowas? Oh ja, das geht! Vor allem die Alternative sich mit Roggenmehl die Haare zu waschen, hat mich überzeugt. Die Nährstoffe aus dem Mehl sind einfach super für das Haar. Das erste mal habe ich auf dem Blog von Hello Pippa davon gelesen

Allerdings muss ich zugeben, dass mich die Zubereitung zuerst abgeschreckt hat und ich wochenlang mit dem Gedanken gespielt habe es einfach auszuprobieren und es schlussendlich doch nicht getan habe. Als dann die letzte Shampoo Flasche aufgebraucht war, dachte ich mir, „Scheiß drauf! Du probierst das jetzt einfach aus.“ Gesagt getan. Roggenmehl gekauft. 3 EL gesiebtes Mehl auf 10 EL Wasser angerrührt, kurz ruhen lassen und ab unter die Dusche.

Ich sag euch, das war ein Krampf! Sehr gewöhnungsbedürftig, damit die Haare und Kopfhaut einzumassieren. Aber hey, 6 Wochen hab ich es durchgehalten, danach hab ich aufgegeben. Die Anfangszeit war hart! Ich bin eigentlich durchgehend mit einem „Fett-Kopf“ rumgelaufen. Das war mir wirklich richtig unangenehm. Aber ich wusste ja wofür ich das tue – Kein Tierleid für ein fragwürdiges Kosmetikprodukt, kein Microplastik im Shampoo, keine unausprechlichen Inhaltsstoffe auf meiner Kopfhaut.

Jedenfalls habe ich die fettige Phase hinter mich gebracht. Meine Haare haben sich mehr oder weniger an die Abstinez von Chemie gewöhnt und ich habe mich etwas wohler gefühlt. Jedoch habe ich nach einer Zeit gemerkt, dass meine Kopfhaut vermehrt juckte und ärgerlicherweise sind auch immer mehr Rückstände vom Mehl in meinen Haaren zurück geblieben. Nach einigen Tagen hab ich dann aufgegeben.

Auf der Suche nach einer Alternative bin ich dann in einen kleinen Biomarkt bei uns und hab dort diese Seife entdeckt.

Kein Hokus Pokus, Kein Schnick Schnack. Natürlich, Vegan und 100% tierversuchsfrei! Und das Beste ist, meine Haare sind weder fettig, noch fühlen sie sich komisch an, noch habe ich irgendwelche Rückstände im Haar.

Und meine Kopfhaut fühlt sich endlich wieder super und frisch an. Ich kann euch diese Seife, es gibt sie auch noch in diversen anderen Sorten, nur empfehlen!

 

 

 

Was meine sonstige Kosmetikroutine angeht, habe ich auch noch nicht überall die beste Lösung gefunden, aber ich schreib euch gerne mal auf, was ich zur Zeit so benutze:

 

  • Reinigung:

Nur mit Wasser!

  • Gesichtscreme:

Ich creme mein Gesicht immer morgens und abends mit Kokosöl ein. Damit komme ich super zurecht und ich bekomme auch nicht vermehrt Pickel davon. Im Gegenteil. Meine Hautunreinheiten heilen viel schneller ab. Aber das kommt auch stark auf den eigenen Hauttyp an. Da streiten sich ja auch die Bloggerstimmen.

  • Bodylotion:

Ich benutzte zur Zeit eine Körperbutter von Alverde. Leider nicht 100% vegan, da Zulieferer nicht tierversuchsfrei arbeiten. Aber das wusste ich vor Kauf leider noch nicht. Manchmal nutzte ich auch Kokosöl. Vor allem bei Sonnenbrand oder durch Sonneneinstrahlung beanspruchter Haut super, da wie schon gesagt Entzündigungen viel schneller abheilen.

  • Duschgel:

Zurzeit benutze ich das Duschgel Lemon von Lavera. 100% Vegan, riecht toll, allerdings enthält es sehr viel Alkohol, was ich persönlich nicht so toll finde. Demnächst würde ich gerne eine natürliche Seife kaufen. Hat jemand eine Empfehlung?

  • Puder:

Ich benutze schon seit sehr langem kein Make-up mehr sondern, wenn überhaupt, mal Puder. Habe jetzt gerade eins von Alverde da, aber wie schon gesagt, leider nicht zu 100% vegan. Schade, ist sonst echt ein tolles Produkt.

  • Wimperntusche:

Mein einziges Add-on beim Schminken. Ich finde lange und volle Wimpern einfach toll! Ich habe vor kurzem herausgefunden, dass es in der Naturkosmetik leider kein wasserfestes Produkt gibt. Für einen Augen-Popler wie mich, ist das allerdings fatal. Ich sag nur Panda-Augen. Also hab ich geschaut, dass ich zumindest ein weitgehend tierversuchsfreies Produkt kaufe (Wie schon gesagt, jeder so wie er kann) und bin bei Essence fündig geworden. Und die Produkte sind sogar super günstig! Allerdings würde ich mich natürlich auch über eine bessere Alternative freuen.

  • Deo+Zahnspasta:

Bisher noch keine Naturkosmetik. Aber da bin ich dran. Vielleicht hat ja auch jemand von euch Tipps?


Mir ist es absolut wichtig, nicht nur meine Ernährung, sondern auch alles drum herum viel bewusster zu gestalten. Unsere Generation legt den Grundstein für alle folgenden. Außerdem investieren wir so auch in unsere Gesundheit. Chemie steckt in so vielem. Kein Wunder, dass die Krebserkrankungen immer weiter zunehmen.

Was ist mit euch? Habt ihr dahingehend schon Erfahrungen gesammelt? Oder absoluter Neuling? Erzählt mir doch gerne in den Kommentaren davon!

Let´s change this world together – For a better present, for a better future!

3 Gedanken zu “Das „Noo-Po“ aká Roggenmehl-Experiment & mein Weg zur Naturkosmetik

  1. Ich freue mich immer riesig, dass sich auch andere so viele wertvolle Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit machen 🙂 ich bin da voll auf deiner Linie. Roggenmehlshampoo benutze ich auch seit ein paar Wochen 🙂 wegen den vermehrten Mehl-Rückständen in den Haaren: hast du nach dem Waschen mal eine saure Rinse probiert? Außerdem ist mir aufgefallen, dass man die Haare einfach super gut und lange kämmen muss. Ist am Anfang ungewohnt, aber den Haaren tut es gut.

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    • Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und deine Tipps. Das mit der sauren Rinse hatte ich auch einige Tage ausprobiert. Allerdings hatte ich da das Gefühl, dass sich die Haare noch „klätschiger“ anfühlen. Das mit dem Kämmen ist dagegen etwas, dass ich nicht getestet habe. Da bin ich absoluter Muffel. Aber das werde ich jetzt auch mal bei der Seife testen und intensiver kämmen. Ich glaube dann brauche ich aber eine neue Bürste. Hast du eine Empfehlung?
      Liebe Grüße, Laura

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      • Am Anfang hatte ich eine Bürste mit Holzborsten, da war ich aber nicht so begeistert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich relativ egal ist welche Bürste man nimmt, Hauptsache sie ist sauber. Durch das viele Kämmen werden die Haare sauberer, d.h. die Rückstände von den Haaren kommen in die Bürste. Dafür muss man dann die Bürste regelmäßig sauber machen 🙂 bei der sauren Rinse kann ich Zitronenwasser sehr empfehlen. Apfelessig wird bei mir auch immer klätschig. Auch bei der Wäsche mit Haarseife ist eine saure Rinse gut 😉

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